„Mach dein Handy nicht zur Waffe!“ – Prävention an der Mittelschule Marktheidenfeld

Textnachrichten, Bilder und Videos zu verschicken gehört für viele Kinder und Jugendliche selbstverständlich zum Alltag. Doch leider werden dabei immer wieder auch strafbare Inhalte verbreitet oder empfangen. Um die Schülerinnen und Schüler für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren und über mögliche rechtliche Konsequenzen aufzuklären, fand in allen sechsten Klassen der Mittelschule Marktheidenfeld ein Präventionsvormittag statt.

Zu Gast war Polizeihauptmeister Yannic Mälzer von der Polizeiinspektion Marktheidenfeld, der in den einzelnen Klassen über die verantwortungsvolle Nutzung des Smartphones informierte. Bereits zu Beginn wurde deutlich, wie unterschiedlich die Ausgangssituationen der Jugendlichen sind: Während manche klare zeitliche Begrenzungen bei der Mediennutzung haben, dürfen andere ihr Smartphone nahezu uneingeschränkt verwenden.

Unter dem eindringlichen Motto „Mach dein Handy nicht zur Waffe!“ erklärte Mälzer anschaulich, welche Gefahren und rechtlichen Folgen mit dem unbedachten Versenden oder Weiterleiten von Inhalten verbunden sein können. Besonders eindrucksvoll war für viele die Aussage: „Jede Nachricht ist für die Polizei wiederherstellbar – auch gelöschte Nachrichten.“ Diese Information sorgte für nachdenkliche Gesichter im Klassenzimmer.

Großes Interesse zeigten die Schülerinnen und Schüler vor allem beim Thema strafbare Inhalte. So wurde deutlich gemacht, dass bereits der Besitz bestimmter pornografischer oder kinderpornografischer Inhalte strafbar ist. Solche Dateien dürfen keinesfalls weitergeleitet werden, sondern müssen umgehend gemeldet werden.

Auch wenn Kinder unter 14 Jahren strafunmündig sind, bleibt eine rechtswidrige Tat dennoch eine Straftat – mit möglichen weitreichenden Konsequenzen.

Das Smartphone und die digitale Welt sind aus dem Alltag junger Menschen nicht mehr wegzudenken. Umso wichtiger ist es, frühzeitig über Risiken, Verantwortung und einen respektvollen Umgang mit digitalen Medien aufzuklären. Der Präventionsvormittag leistete hierzu einen wertvollen Beitrag und wurde von den Schülerinnen und Schülern aufmerksam und interessiert verfolgt.

 
 
Annette Hettiger