Reli-Gruppe der 8. Klassen informiert sich über Fairtrade

Über vier Wochen haben sich im katholischen Religionsunterricht die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8b, 8ma und 8mb intensiver mit dem gerechten Handel beschäftigt. Gerade auf die Fairness in diesem Bereich möchte die Mittelschule als Fairtrade-Schule immer wieder aufmerksam machen.

In den ersten beiden Wochen begleiteten die Gruppenmitglieder zunächst Tayna auf einem Fairtrade-Abenteuer. In kleinen Filmen führte sie die Zuschauer in Fairtrade-Kooperativen, zeigte den Anbau von Kakao und welche Vorteile ein gerechter Handel den Bauern, ihren Familien und dem ganzen Dorf bringt. Anschließend erarbeitete die Gruppe nähere Informationen zur Organisation und zu deren Arbeitsweise.

In der dritten Woche führten Ulrike Steigerwald und Rita Geißler vom örtlichen Weltladen einen Workshop durch, in dem die Schülerinnen und Schüler an verschiedenen Stationen die Situation der armen Familien in den Entwicklungsländern kennenlernen konnten. Sie spürten aber auch nach, wie die höheren Löhne, die der faire Handel ermöglicht, dafür sorgen, dass nicht am Nötigsten gespart werden muss. Dies ist letztlich auch der Grund dafür, warum die Kinder nicht mehr mit ihrer Arbeit das Familieneinkommen aufbessern müssen, sondern zur Schule gehen und dem Armutskreislauf entkommen können.

Zum Abschluss stand ein Besuch des Marktheidenfelder Weltladens auf dem Programm. Ulrike Steigerwald machte dort deutlich, welche Produkte unseres täglichen Lebens aus dem globalen Süden stammen. Hier setzt der faire Handel an. Die verschiedensten Anbauprodukte und Handwerksartikel werden mit fairen Preisen nicht nur in den Weltläden, sondern immer stärker auch in den Großmärkten angeboten. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich anschließend selber überzeugen, aus welchen Teilen der Erde die Waren im Weltladen stammen. Ein jeder stellte sein „Lieblingsstück“ vor und nannte das Land, aus dem es den Weg nach Deutschland gefunden hat. Frau Steigerwald ergänzte diese Vorstellung mit weiteren Informationen zum Produkt. Mit kleinen „Probiererle“ nahmen die Jugendlichen den fairen Geschmack mit zurück an die Schule.

 
Annette Hettiger