Autorenlesung

Autorenlesung mit Heiko Wolz an der Mittelschule Marktheidenfeld

 

„Allein unter Superhelden“ hieß es am Donnerstag in der Mittelschule Marktheidenfeld. Denn dort las der Autor Heiko Wolz vor den 5. Und 6. Klassen aus seinem sehr bekannten Buch, das auch für den Oldenburger Kinder-und Jugendpreis nominiert wurde. Die SchülerInnen waren begeistert,  da Wolz sehr anschaulich und voller Leidenschaft erzählte. Viel Zeit nahm er sich außerdem für die Fragen der Kinder, die unter anderem wissen wollte, wie er auf seine Geschichten kommt, wie viele Bücher er geschrieben hat und natürlich auch was er denn eigentlich verdient. Wolz führte aus, dass er schon als Kind gerne gelesen hatte: „Du kannst im Sommer Wintergeschichten lesen, du kannst Superhelden erleben. Ein gutes Buch saugt dich einfach auf. Die Ideen kommen einfach. Als Schriftsteller läufst du anders durch die Gegend.“ Bereits in der fünften Klasse schrieb er seine ersten Geschichten, die aber natürlich unveröffentlicht blieben. Insgesamt habe er bisher 21 Bücher geschrieben. Erstaunt waren die Schüler, dass von einem Buch, das 10 Euro kostet, dem Autor selbst lediglich 0,80 Euro bis 1 Euro übrig blieben. Schließlich zeigte der Schriftsteller den Schülern, wie man eine Geschichte erfindet. Sie sollten sich einen Hauptdarsteller überlegen. Die Regeln lauteten: nichts, was es schon gibt, keine anwesenden Personen und etwas Verrücktes sollte es sein. Die Schüler waren voll bei der Sache. Schließlich handelte die selbst erfundene Geschichte von einem Hundewelpen, der 20 Meter groß ist und ein pinkes Stummelschwänzches hat. Außerdem trägt er eine Sonnenbrille mit Herzchenmuster, ein Bayern Trikot sowie eine Unterhose mit Toaster darauf. Das wichtigste sei immer, dass der Hauptdarsteller sein Ziel nicht sofort erreicht und es Hindernisse gibt.  Da die Schüler stets aktiv mitwirken durften, waren es sehr kurzweilige zwei Schulstunden und sie konnten sich kaum von Heiko Wolz trennen.

 


Anonyme Alkoholiker

„Wo Alkohol Probleme macht, ist Alkohol das Problem.“

die anonymen Alkoholiker zu Gast in der

Mittelschule Marktheidenfeld

 

Der letzte Freitag vor den Osterferien war für die katholischen SchülerInnen der 9. Klassen in der Mittelschule Marktheidenfeld ein besonderer Freitag: Karin (alle Namen geändert), Martin und Ernst von den Anonymen Alkoholikern waren Gäste in den Klassen. Auch Petra und Anette, als betroffene Angehörige (beide verheiratet mit alkoholkranken Männern) waren dabei. Drei Schulstunden nahmen sie sich auf Einladung von Religionslehrerin Tanja Simon für die Jugendlichen Zeit.

Alkohol ist für alle ein Thema, auch die jungen Zuhörer machten schon ihre Erfahrungen damit. Zunächst erklärten die Besucher, was es mit dem „anonym sein“ auf sich hat: in der Selbsthilfegruppe redet man sich nur mit Vornamen an, alles andere wie Herkunft, Beruf, gesellschaftliche Stellung oder Vermögen ist unwichtig. Alle verbindet, dass Alkohol ein Problem ist bzw. war und sie mit dem Trinken aufhören wollen. Um das zu schaffen, erzählen sie miteinander in regelmäßigen Treffen ihre Lebensgeschichten. Und auch die bleiben anonym: nichts, was in der Gruppe erzählt wird, soll nach außen getragen werden.

Alkoholismus ist eine (Familien-) Krankheit, die jeden treffen kann. Sie verändert die Persönlichkeit des Abhängigen und zerstört Familien und Beziehungen. Die anonymen Alkoholiker sind eine Gemeinschaft von Männern und Frauen, die miteinander ihre Erfahrung, Kraft und Hoffnung teilen, um ihr gemeinsames Problem zu lösen und anderen zur Genesung vom Alkoholismus zu verhelfen. Die Angebote der AA sind kostenlos, ohne Mitgliedsbeiträge oder Gebühren. Die einzige Voraussetzung für die Zugehörigkeit zur Gruppe ist der Wunsch, mit dem Trinken aufzuhören. Die AA sind mit keiner Sekte, Konfession. Partei oder Organisation verbunden. Ihr Ziel ist es, nüchtern zu bleiben und anderen Alkoholikern zur Nüchternheit zu verhelfen.

Nachdem Karin einiges von der Gruppe der AA erzählt hatte, lauschten die SchülerInnen alle gebannt den Lebensgeschichten. Die meisten hatten schon als Jugendliche mit dem Trinken angefangen und steckten über 30 Jahre und länger in der Sucht fest. Der Alkohol hatte sie fest im Griff, zerstörte ihre Gesundheit, ihre Beziehungen und veränderte ihre Persönlichkeit. „Ich war nur noch ein besoffenes Skelett“, erzählte Karin von ihrer schlimmsten Zeit. „Für meine Tochter war ich nur ein versoffenes Arschloch“, gab Martin zu. „Mein Mann hat unsere gesamte Firma versoffen, unsere Ehe zerstört und die Kinder traumatisiert“, erklärte uns Anette, die mit einem Alkoholiker verheiratet war. „Ich hab schließlich bei der Polizei angerufen und ihn abholen lassen. Ich wollte mich und die Enkelkinder schützen“, ergänzte Petra.

Doch dann, als sie ganz unten waren, sind sie zufällig zu den AAs oder den Gruppen für Angehörige gekommen. Dort haben sie ihre Geschichte erzählen können, Wertschätzung und Respekt erfahren und gelernt, mit der Krankheit umzugehen und trocken zu werden. In regelmäßigen meetings in Marktheidenfeld, Würzburg oder Lohr bestärken sie sich darin, trocken zu bleiben und echte Freundschaften entstehen. Als trockene Alkoholiker, die sie heute sind, sind selbst winzige Restmengen Alkohol im Essen (z.B. Rotweinkuchen, Soßen...) oder Medizin gefährlich und können einen Rückfall auslösen.

In Schulen, Entzugskliniken oder auf anderen Treffen erzählen die Betroffenen ihre Geschichten und versuchen so, andere vor einem ähnlichen Schicksal zu bewahren.

Sehr nachdenklich und beeindruckt starteten wir alle, SchülerInnen wie wir Lehrer in das Wochenende, vielleicht mit einer ganz neuen Sichtweise von Party machen, Alkohol und Feiern.

 

Preisträger in der Kreativ/Kunst AG

 

Kreativ/Kunst AG Schulj. 2018 / 2019, Mittelschule Marktheidenfeld, 5. u. 6. Klasse

 

  

 

freie Malerei – Technik: fotografische Malerei

  

Choreografie zweier Tänzer in einer konkreten Bühnensituation in 12 Akten

 

 

 

 

Hier wurde mit Hilfe der Fotografie (lange Belichtungszeit) im Dunkeln mit einer Lampe eine bildliche Choreografie erstellt.

Durch den Zufall entstanden, oder durch eine vorher festgelegte Choreografie, wodurch hierbei die Struktur des Bildes, ähnlich eines Druckes, wiederholbar ist.

 

In der anschließenden digitalen Bearbeitung wurden zwei Bilder übereinander gelegt und einzelne Bereiche in Anlehnung

der Ittischen Farbkontraste gefärbt und zwischendurch zusätzlich auch Teile des Hintergrundes immer wieder entfernt und invertiert.

Dadurch tritt die Bewegung in eine Abhängigkeit zum Hintergrund. 

 

Bildlich dargestelltes Ergebnis zweier Tänzer die mit und gegen einander agieren in einer konkreten Bühnensituation.

 

Vorleseaktion

Zu sehen: Klasse 5g mit der Schulleiterin Annette Hettiger, dem Vorleser Werner Pflaum, der Organisatorin Gisela Ries, den Vorlesern Dr. Leonhard Scherg und Peter Knobeloch

 

Die 5. Klassen der Mittelschule Marktheidenfeld gingen am Donnerstag morgen sehr gespannt und freudig gestimmt zur Schule. Denn heute erwartete sie etwas ganz Besonderes: gleich in der ersten Stunde wird ihnen vorgelesen. Anlass dieser Aktion ist der Bundesweite Vorlesetag der Stiftung Lesen in Zusammenarbeit mit verschiedenen Kooperationspartnern am 16.11.18. Die Lehrerin Gisela Ries organisierte diesen Tag für die drei fünften Klassen der Mittelschule. Zu Beginn begrüßte Schulleiterin Annette Hettiger die Klassen und bedankte sich bei den drei Vorlesern, die für die Aktion gewonnen werden konnten. Sie betonte bei den Schülern, dass sie diese Stunde genießen sollen, da heutzutage leider nicht mehr so viel vorgelesen wird wie noch zu ihrer eigenen Schulzeit. Die drei Vorleser lasen jeweils in einer fünften Klasse aus einem Buch vor, das sie selbst im Alter mit ungefähr 10 Jahren begeisterte. Bei dem ehemaligen Bürgermeister von Schollbrunn war dies „Rulaman“ von D. F. Weinland, das die Eiszeit zum Thema hat. Der ehemalige Bürgermeister von Marktheidenfeld Dr. Leonhard Scherg las aus Otto Zierer´s „4000 Jahre erzählte Geschichte“ vor. Werner Pflaum, ehemaliger Sparkassen Gebietsleiter und Vater der Schulleiterin Hettiger, las aus dem Klassiker „Winnetou I“. Dr. Leonhard Scherg betonte bei seiner Einführung, dass Lesen unglaublich wichtig sei. „Ein Schriftsteller muss es können, Phantasien im Kopf entstehen zu lassen. Beim Lesen entsteht eine Welt im Kopf“. Deshalb ist seiner Meinung nach das Lesen so unglaublich wichtig und im Gegensatz zu den modernen Medien zu sehen. Im Anschluss durften sich die drei Klassen mit ihren Vorlesern noch zwanglos bei Kinderpunsch austauschen. Dies bereitete die Schülerfirma der Mittelschule vor.

Anonyme Alkoholiker

„Wo Alkohol Probleme macht, ist Alkohol das Problem.“

die anonymen Alkoholiker bei uns zu Gast

 

Die beiden letzten Freitage im April 18 waren besondere Freitage für die katholischen Schüler*innen der 10. und 9. Klassen: Karin (alle Namen geändert), Martin und Ernst von den Anonymen Alkoholikern waren unsere Gäste. Auch Petra und Anette, als betroffene Angehörige (beide verheiratet mit alkoholkranken Männern) waren dabei. Drei Schulstunden konnten wir miteinander verbringen.

Zunächst erklärten sie uns, was es mit dem „anonym sein“ auf sich hat: in der Selbsthilfegruppe redet man sich nur mit Vornamen an, alles andere wie Herkunft, Beruf, gesellschaftliche Stellung, Vermögen,... ist unwichtig. Alle verbindet, dass Alkohol ein Problem ist bzw. war und sie mit dem Trinken aufhören wollen. Um das zu schaffen, erzählen sie miteinander in regelmäßigen Treffen (meetings) ihre Lebensgeschichten. Und auch die bleiben anonym: nichts, was in der Gruppe erzählt wird, soll nach außen getragen werden.

Wer sind die Anonymen Alkoholiker?

Alkoholismus ist eine (Familien-) Krankheit, die jeden treffen kann. Sie verändert die Persönlichkeit des Abhängigen und zerstört Familien und Beziehungen. Die anonymen Alkoholiker sind eine Gemeinschaft von Männern und Frauen, die miteinander ihre Erfahrung, Kraft und Hoffnung teilen, um ihr gemeinsames Problem zu lösen und anderen zur Genesung vom Alkoholismus zu verhelfen. Die Angebote der AA sind kostenlos, ohne Mitgliedsbeiträge oder Gebühren. Die einzige Voraussetzung für die Zugehörigkeit zur Gruppe ist der Wunsch, mit dem Trinken aufzuhören. Die AA sind mit keiner Sekte, Konfession. Partei oder Organisation verbunden. Ihr Ziel ist es, nüchtern zu bleiben und anderen Alkoholikern zur Nüchternheit zu verhelfen.

Nachdem Doris uns einiges von der Gruppe AA erzählt hatte, lauschten wir alle gebannt den Lebensgeschichten unserer Besucher. Die meisten hatten schon als Jugendliche, mit 12, 13 Jahren mit dem Trinken angefangen und steckten über 30 Jahre und länger in der Sucht fest. Der Alkohol hatte sie fest im Griff, zerstörte ihre Gesundheit, ihre Beziehungen und veränderte ihre Persönlichkeit. „Ich war nur noch ein besoffenes Skelett“, erzählte Doris von ihrer schlimmsten Zeit. „Für meine Tochter war ich nur ein versoffenes Arschloch“, gab Albrecht zu. „Mein Mann hat unsere gesamte Firma versoffen,“, erklärte uns Moni, die mit einem Alkoholiker verheiratet war. „Ich hab schließlich bei der Polizei angerufen und ihn abholen lassen. Ich wollte mich und die Enkelkinder schützen“, ergänzte Rita.

Doch dann, als sie ganz unten waren, sind sie zufällig zu den AAs oder den Gruppen für Angehörige gekommen. Dort haben sie ihre Geschichte erzählen können, Wertschätzung und Respekt erfahren und gelernt, mit der Krankheit umzugehen und trocken zu werden. In regelmäßigen meetings in Marktheidenfeld, Würzburg oder Lohr bestärken sie sich darin, trocken zu bleiben und echte Freundschaften entstehen. Als trockene Alkoholiker, die sie heute sind, sind selbst winzige Restmengen Alkohol im Essen (z.B. Rotweinkuchen, Soßen...) oder Medizin gefährlich und können einen Rückfall auslösen.

In Schulen, Entzugskliniken oder auf anderen Treffen erzählen unsere Gäste ihre Geschichten und versuchen so, andere vor einem ähnlichen Schicksal zu bewahren.